Das Schuldrama hat ein Ende

Befreit

Ich bin glücklich und fühle  mich frei wie schon lange nicht mehr. Ich möchte singen, hüpfen, die Welt umarmen. Ich würde es tun, wenn mich nicht gerade der Husten schüttelt. Und der Grund ist nicht ein neuer Job, eine kleine Datsche in der Pampa oder hunderte Likes für einen Artikel. Der Grund ist eine Schule. Dass Schule so etwas kann hätte ich nie für möglich gehalten. So einfach kann die Welt sein.

Was wir taten

Wir haben uns lange gequält und doch nicht zueinander gefunden, unsere Ex-Schule und ich. Ich habe wirklich guten Willen gehabt, meine Tochter jeden Morgen aufs Neue motiviert, die Lehrer soweit als möglich in Schutz genommen, ihr Verhalten erklärt. Wir haben Wege gesucht, das, was fehlt, aufzufangen oder das, was zu viel getan wurde, aus zu bügeln. Ihr Halt und Sicherheit zu geben. Ihr das Gefühl zu geben, dass sie mit allem zu uns kommen kann.

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Und trotzdem hat sie mich überrascht. Weiterlesen „Das Schuldrama hat ein Ende“

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Schule? – Nein, danke.

Chinas Kinder sind gestresst, überlastet, selbstmordgefährdet. Das ist bekannt. Kinder in Marokko müssten es auch sein. Warum lest ihr hier.

Kinder gehen in Marokko brav zur Schule. Ab 2,5 – 3 Jahren ist es auf fast jeder Schule möglich. Zweimal am Tag. Von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr und nach der Mittagspause  von 14.15 Uhr bis 17.15 Uhr, an staatlichen Schulen sogar sechs Tage die Woche. In den Schulen sitzen auch Vorschulkinder fast die ganze Zeit auf ihren Plätzen, rufen, nein schreien im Chor die Sätze und Wörter, lernen auswendig,  schreiben und malen die Buchstaben, Zahlen, Zeichnungen. Sicher, es gibt bei den Kleinsten auch Basteln oder Spielen. Aber auch das meistens lernorientiert. Sie haben sieben Hefte, drei davon trägt meine Tochter täglich hin und her. Mit 4 Jahren. Ihr Rucksack ist fast so groß wie sie selbst. Es gibt Kinder, die 2,5 Jahre alt sind. Dann ist er größer.

Bei diesem Schulpensum, an das sich noch Zeit für Hausaufgaben anschließt, muss ich schlucken. Aber halt. Da geht noch was. Weiterlesen „Schule? – Nein, danke.“

Der Tod und die Kinder oder: Sollten Kinder beim Schlachten zusehen?

Es gibt Momente, da muss man eine Entscheidung treffen. Und wenn man sich vorher nie Gedanken machte, dann intuitiv. Solch ein Moment war das Opferfest. Als am Opferfest (das ich  hier beschrieben habe) alle nach oben stürzten, um das Schlachten zu beginnen, hielt ich kurz inne und es stellte sich mir folgende Frage:

Sollen meine Kinder beim Schlachten zusehen oder nicht?

Es war sehr wenig Zeit, um eine Entscheidung zu treffen. Denn Kinder merken es sofort, wenn etwas im Gange ist und folgen der Herde, an welchen Ort auch immer. Besonders wenn die Minderheit, die nicht folgt, die Mama ist. Um sie also zurück zu halten, hätte ich mir sehr schnell etwas Spannendes einfallen lassen müssen. Zuvor musste ich nun aber entscheiden, ob ich das sonst Unvermeidbare, nämlich dass die Kinder das Töten eines Tieres und unweigerlich eine Menge Blut sehen würden, wirklich vermeiden wollte.

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